Konzert: Baraka Face Junta / Swimmin‘ Poor (Helga Kneipe/Bremen – 14.10.25)

Ein Punk-Doppelkracher am Dienstagabend. Aus Polen, genauer aus Kołobrzeg, dem ehemaligen Kolberg, waren Baraka Face Junta und aus Frankreich Swimmin’Poor in der Helga zu Gast. Organisiert wurde dies von Martin, der auch bei der Waller Mitte aktiv und in der Musikszene vernetzt ist.

Er rief und viele kamen. Die Helga war brechend voll. Tolle Stimmung und musikalisch gab es ordentlich auf die 12. Beide female-fronted-Bands passten hervorragend zueinander. Bei Beiden nahm ich auch Wave und Post-Punk-Elemente war. Und beide Bands mit ungeheuer viel Energie.

BARAKA FACE JUNTA machen politisch engagierten Punk in polnischer Sprache. Aggressiv nach vorne. Mit Saxophon, was mich wunderbar an die Zeit um 1980 erinnerte, als Punk dunkel und experimentell wurde und sich bald darauf in die New Wave ergoss.

Das gab der tollen Musik noch einmal eine ganz eigene, starke Note. Aber auch die ganze Bühnenpräsenz konnte voll überzeugen. Das Publikum ging ordentlich mit und die Helga brodelte. SEHR LAUT – SEHR TOLL!

Danach SWIMMIN’POOR aus Paris. Zwei Guitaren plus Schlagzeug.

Auch hier ging es musikalisch eher in die 80er, ohne irgendwie aus der Zeit gefallen zu wirken. Im Gegenteil, das war frisch, druckvoll und ging nach vorne. Hier wurde französische Lyrik vertont, die auf dem zwingenden Rhythmus der Gitarrenläufe dahin bretterte. Manchmal kam man dabei fast in Surfguitarren-Gefilde. Auch hier elektrisierte die Musik das Nervensystem und brachte den Körper in Bewegung.

Ein großartiger Abend mit vielen tollen Menschen. Danke dafür!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert