Zum ersten Konzert nach den Sommerferien führte der Weg wieder in den Tower Musikclub. Eine Location, die ich viel zu lange immer wieder vernachlässigt habe. Die Psychedelic Porn Crumpets aus Australien waren in der Stadt, um hier ordentlich einzuheizen. Sagte mir vorher gar nichts. Aber mein Bekannter, der mich fragte, ob ich Interesse hätte mitzukommen, schickte mir vorab einen Videolink, der mich augenblicklich überzeugte. Also hin da!
Ein weiterer Anreiz war die Vorband. Denn als eben jene spielten die großartigen Hypertonus aus Bremen! Hypertonus habe ich auf dem Zettel, seit ich mir vor Jahren mal ihr Album (Demo?) „Tidal Waves“ heruntergeladen hatte. Seitdem wollte ich sie immer mal live sehen, was aus diversen Gründen aber nie geklappt hat. Bis jetzt!


Hypertonus machen sehr energiereichen – ja, was eigentlich? Spacerock, Prog, Fusion – alles drin. Groove- und Soundsucher würde ich sie nennen. So ein offener, treibender Rhythmus, wo man einfach mit muss (das musste gerade mal sein). Süchtigmachend. Wie schön, dass ich sie am Samstag beim Überseefestival gleich nochmal sehen konnte. Dazu aber in einem anderen Post mehr.




Danach dann die Porn Crumpets. Wie der Name schon sagt Psychedelic Rock. Mit einer Portion skandinavischer Schweinerock ala Hellacopters. Aber auch mehr und anders. Das muss man einfach erleben. Und LAUT war es! Meine Ohrenstöpsel haben mein Gehör gerettet.




Gute Laune war angesagt und haufenweise elektrisierende Energie. Von ihren Platten, die durchaus auch mal ruhigere Töne anschlagen, wurden nur die krachenden Bänger gespielt. Mal einfach voll auf die 12, mal mit zahlreichen Wendungen und Überraschungen. Das gefiel mir überaus gut.




Das positive Publikum im fast ausverkauften Tower hatte seine Freude und ging kräftig mit. Am Ende sprang Sänger/Gitarrist Jack McEwan in die tosenden Menge und machte einfach dort weiter. Ein wirklich toller Abend. Nur der Merch-Stand war dann etwas sehr teuer. Aber der Europa-Tripp muss ja auch bezahlt werden. Ich nahm mir dann nur ein T-Shirt mit, welches (im Gegensatz zu den sehr eigenwillig gestalteten Plattencovern) sehr cool aussah. Nette Gespräche mit anderen Konzertbesuchern gab auch. Ein perfekter Abend.





